Artgerechte Haltung und Ernährung der norwegischen Waldkatze

Artgerechte Ernährung meiner norwegischen Waldkatze

Über das Thema der artgerechten Ernährung der norwegischen Waldkatze (und aller anderen Katzen) wird in allen Foren, in den verschiedensten Facebook Gruppen, etc. viel, kontrovers und manchmal auch sehr "hitzig" diskutiert.

Sicher ist eine ausgewogene und artgerechte Ernährung für die Gesundheit der Katze das allerwichtigste. Die Katze, als ehemaliges Wüstentier, ist es gewohnt, die für sie notwendige Flüssigkeit durch den Verzehr der Beutetiere aufzunehmen. Das geht mit Trockenfutter natürlich schon mal gar nicht, stattdessen muss eben sehr viel Wasser getrunken werden, da ja dem Trockenfutter sämtliche Feuchtigkeit entzogen wurde - also eigentlich genau konträr zu der naturgemäßen Ernährung auf die der Organismus der Katze eingestellt ist. Kritik am Trockenfutter ist also mehr als berechtigt und ist bei mir mittlerweile völlig "tabu".

Beschäftigt man sich mit der Gesundheit der Katzen, fällt auf, dass Erkrankungen des Urogenitaltraktes (Niereninsuffiziens, Blasenentzündungen und Harnsteine) neben den Infektionserkrankungen zu einer der häufigsten Erkrankungen der Katzen gehört. Man kann tatsächlich den Eindruck bekommen, dass die Katze heutzutage, nicht mehr "7 Leben" hat, sondern zu den fragilsten und anfälligsten Tieren gehört. Dies hat meiner Meinung nach hauptsächlich mit der nicht artgerechten Haltung und Ernährung zu tun, die langfristig zu Organschädigungen, Krankheiten und frühem Tod führt.

Mittlerweile wurden die verschiedensten industriellen Fertigfutter analysiert. Die Zusammensetzung ist unausgewogen und alle Zusätze sind in der Regel synthetischer Natur. Von Lock- und Konservierungsstoffen, Zucker, Getreide und sonstigen Füllstoffen, die natürlich ganz und gar nicht zur artgerechten Ernährung der Katze gehören, mal ganz abgesehen.

Ich verzichte in meiner Ernährung ganz bewusst auf Fertigprodukte, Geschmacksverstärker, künstliche Aromen und Konservierungsstoffe und das mache ich bei der Ernährung meiner Katzen genauso.

Für mich ist eine gesunde und möglichst artgerechte, naturnahe Ernährung das Wichtigste. Ich füttere mindestens dreimal pro Tag frisches Fleisch (Geflügel, Lamm, Kaninchen, Wild, etc.) was in seiner Zusammensetzung möglichst nahe an die Verhältnisse im ganzen Tier (Muskelfleisch im Verhältnis zu Innereien, Knorpel, Knochen, etc.) heranreicht. Dieses gewolfte Futter reichere ich mit Blut (ohne(!) Antigerinnungsmittel) als Mineralstoffträger im entsprechenden natürlichen Verhältnis an, denn alles Fleisch, das man kaufen kann enthält nach unseren deutschen Schlacht- und Hygienevorgaben fast kein Blut mehr. Als Balaststoff und natürliche Nahrungsergänzung füge ich fein gemahlene Flohsamen (allerdings maximal 1 TL auf 1 kilo Fleisch), gemahlenes Gerstengras und lange gekochte Möhren hinzu, ab und zu auch mal Chia-Samen und ein wenig getrocknete Kräuter (Löwenzahn, Jiaugulans, etc.).

Ich achte darauf, dass das Futter ausreichend Fett enthält und reichere - bei Bedarf - das Futter mit Gänseschmalz an. Ich verfüttere aber auch ganze Tiere wie beispielsweise Hühnerküken, Makrelen, Sprotten, Stinte oder Wachteln. Dies ist mir wichtig, um das Kauen anzuregen und die Zähne durch das Kauen großer Stücke Fleisch zu pflegen. Trockenfutter reinigt übrigens nicht die Zähne und irgendwelche "Zahnschutzformeln" sind eine Erfindung zur besseren Vermarktung von minderwertigem Futter...

Im Dörrauomaten trockne ich dünne Fleisch- und Fischstreifen. Lachs, Huhn und Lamm kommt bei meinen Katzen am besten an. Dieses Trockenfleisch gibt es ab und zu als "Leckerei". Trocknet man fette Lachsbauchstreifen, fällt als "Nebenprodukt" jede Menge Lachsöl an, das meine Katzen sehr gerne fressen (im Gegensatz zu dem Lachsöl, was es zu kaufen gibt, das mögen sie nämlich gar nicht).

Mit dieser Art der Fütterung habe ich seit einigen Jahren sehr gute Erfahrungen gemacht. Meine Katzen sind gesund und kräftig, haben ein sehr schönes, glänzendes Fell und gute Zähne. Auch die Kitten "gedeihen" von Anfang an prächtig!

Dem Trinkwasser filtere ich füge EM-Keramik und ab und zu einen Tropfen EM-1 hinzu. EM-1 ist zwar als "Bodenhilfsstoff" deklariert und das mag zunächst befremden. Mittlerweile gibt es jedoch sehr viele gute Bücher, die sich mit dem Nutzen der effektiven Mikroorganismen für Mensch und Tier beschäftigen. EM hält die Darmflora gesund und eine gesunde Darmflora ist der Schlüssel zur Gesundheit!


Und natürlich hoffe ich und wünsche mir sehr, dass alle, die gerne mit einer Katze leben möchten, sich ausgiebig mit dem Thema artgerechte Ernährung beschäftigen und verstehen, dass industrielle Nahrung (egal ob Nass- oder Trockenfutter), synthetische Zusatzstoffe und die sogenannten "Supplemente" nichts im Katzennapf zu suchen haben!

Abschließend hier noch einige Links zu anderen interessanten Seiten:

Artikel von Dirk Schrader zu Ernährung, Impfung und Prävention Infos zur Ernährung bei katzen-fieber.de


Artgerechte Katzenhaltung

Die Vorstellung, Katzen seien "Einzelgänger" ist längst überholt. Heute weiß man, dass Katzen sehr soziale Wesen sind und immer mindestens einen "Katzenkumpel" haben sollten.

Bei jedem neuen Wurf ist immer wieder zu sehen, wie gerne meine Katzen zusammen leben und sich gegenseitig bei der Aufzucht des Nachwuchses unterstützen. Katzen brauchen den kontakt zu Artgenossen, sonst werden sie krank und/oder neurotisch.


Also bitte NIE eine Katze alleine in "Isolierhaft" in der Wohnung halten.


Sehr schön ist es natürlich, wenn man seinen Waldkatzen auch (gesicherten) Freigang ermöglichen kann. Teures "Spielzeug", bei dem für die Katze ohnehin meist nur die raschelnde Verpackung und der Karton interessant sind, erübrigen sich dann. Jedes fliegende Blatt, summende Insekten, duftende Katzenminze in natürlicher Umgebung und der Wind, der das Fell "durchpustet" ist interessant und trägt zur Gesunderhaltung bei. Meine Katzen genießen den Aufenthalt in unserem gesicherten Katzengarten zu jeder Jahreszeit gerne und ausgiebig!