Verantwortungsbewusste Zucht der norwegischen Waldkatze und Gesundheit

Wichtigste Voraussetzung für eine verantwortungsbewusste Katzenzucht und Aufzucht gesunder und typvoller Kitten ist natürlich, dass alle Katzen einer Zucht nachweislich zuchttauglich, gesund und frei von vererbbaren und ansteckenden Erkrankungen sind.

Zuchttauglichkeitsuntersuchungen und Impfungen

Meine norwegischen Waldkatzen sind alle GSD IV und Pk def N/N (frei). Sie wurden alle auf Antikörper von Leukose und FIV negativ getestet. Der Fip-Titer ist niedrig und zusammen mit dem Albumin-Globulin-Quotient betrachtet bei allen Katzen in meiner Zucht unauffällig. Alle Katzen werden regelmäßig gegen folgende Erkrankungen geimpft:

Da es auch bei den norwegischen Waldkatzen Linien gibt, bei denen gehäuft HCM (Hypertrophe Kardiomyopathie) und/oder PKD (polycystic kidney disease) aufgetreten ist. Daher werden meine Zuchtkatzen regelmäßig "auf Herz und Nieren" geprüft und im entsprechenden Alter in der Tierarztpraxis von Dr. Ralph Wendt in Wetzlar auf HCM und PKD geschallt. Die Ergebnisse haben bisher immer gesunde und vitale Herzen und Nieren attestiert.

Hier noch eine kurze Erklärung zum Verständnis für diejenigen, die sich noch nicht ausgiebig mit möglichen Erkrankungen der norwegischen Waldkatze beschäftigt haben: Bei einer HCM besteht eine anormale Verdickung des Herzmuskels, was dazu führt, dass das Blut in der Herzkammer zu wenig Platz hat. Zudem verliert das Herz an Elastizität und kann sich weniger leicht füllen. PKD ist eine Nierenerkrankung, bei der sich Zysten in der Niere bilden. Beides ist nicht wirklich "heilbar" und führen allzu oft zu einem frühen Tod.

Würmer, Giardien und sonstige Parasiten

Alle meine Katzen werden regelmäßig auf Giardien, Würmer und enteropathogene Keime mittels Sammelkotproben untersucht. Die Testergebnisse der letzten Jahre waren negativ und so verzichte ich auf Wurmkuren, die man tatsächlich ja auch nur braucht, wenn ein Befall nachgewiesen wird, den man dann gezielt behandeln sollte. Hierzu gibt es einen interessanten Artikel von Dirk Schrader (kritische Tierärzte Hamburg).Stattdessen lege ich großen Wert auf die Stärkung des Immunsystems sowie die Pflege der Darmflora, die meiner Meinung nach wichtigste Grundlage für ein gesundes Katzenleben. Zur Stärkung der Darmflora füttere ich im Wechsel (kurmäßig) lebende Darmbakterien (Dr. Wolz), EM sowie Inulin aus Chicoréewurzeln und getrocknetes Gerstengraspulver. Viel Zeit und Energie stecke ich natürlich auch in die artgerechte Ernährung meiner Waldkatzen.


Der Kontakt zu Parasiten jeglicher Art lässt sich nicht vermeiden. Giardien und anderen Parasiten sind überall: Sie können im Trinkwasser vorkommen, sie können - da die allermeisten Desinfektionsmittel nicht, oder aber nicht schnell genug wirken - vom Tierarztbesuch oder von Ausstellungen "mitgebracht" werden, können an den eigenen Schuhen kleben und sollen sogar von der "gemeinen Stubenfliege" übertragen werden. Bei Giardien genügt die Aufnahme weniger Zysten, die sich dann - bei günstigen Bedingungen - explosionsartig vermehren und zu heftigen Durchfällen führen.

Aber auch die in der Darmflora natürlicherweise vorkommenden Bakterien wie z.B. E-Coli können sich bei entsprechenden Bedingungen (ausschließliche Fütterung mit industrieller Fertignahrung, Futtermittelunverträglichkeiten, nach Wurmkuren, Antibiotikabehandlungen, etc.) stark vermehren und zu einem Ungleichgewicht und somit zu Störungen in der Darmflora führen. Folge davon sind oft heftige Durchfälle, allgemeine Schwäche, eine Schwächung des Immunsystems, etc.

Die von Tierärzten häufig verordneten Mittel schädigen die Darmflora oft noch zusätzlich und so beginnt ein verherender Kreislauf!

Dauerhaft und nachhaltig hift hier m.E.n. nur eine durchdachte artgerechte Ernährung, die Pflege der Darmflora sowie eine konsequente und sinnvolle Hygiene.


Hilfreich ist hier ein hochwertiges UV-Ozongerät. Die Räume meines Hauses werden regelmäßig mit einem Ozongerät von Aerozone desinfiziert, was verschiedenste Viren, Bakterien, Pilze, Milben, Flohlarven, Schimmel, Giardien, etc. bekämpft und zur Gesunderhaltung von Mensch und Tier hervorragende Dienste leistet. Wie (fast) alles, so ist auch der Einsatz von Ozongeräten umstritten. Ich habe jedoch seit vielen Jahren sehr gute Erfahrungen damit gemacht.


Kommt es bei meinen Katzen zu Störungen des Wohlbefindens oder aber erste Krankheitssymptom (was zum Glück nur sehr selten der Fall ist) behandele ich sofort mit homöopathischen Mitteln, Bachblüten, Kräutern, Heilpilzen, kolloidalem Silber, DMSO und MMS, etc.

Mehr kann man als Züchterin in Sachen "Gesundheit und Prophylaxe" nicht tun.